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37 Kilometer Ketten nach Ägypten

Insgesamt 37 Kilometer Förderketten mit einem Gesamtgewicht von mehr als 600 Tonnen befinden sich gegenwärtig auf dem Weg nach Ägypten, um dort in 23 verschiedenen Getreideverarbeitungsanlagen Getreide zu transportieren. Der Auftrag ist ein anspruchsvolles Unterfangen, weshalb es im Zusammenspiel des Kunden mit Hoyer und Hoyers italienischem Kettenhersteller keine Schwachstellen geben darf.

29/10/2015

Den richtigen Kooperationspartner zu finden, war von entscheidender Bedeutung, als bei Hoyer im Frühjahr 2015 eine Anfrage über eine Lieferung von 37 Kilometern Förderketten nach Ägypten einging. Nur sechs Wochen nach Abschluss des endgültigen Vertrags sollte die erste Teillieferung der Gesamtlieferung von 600 Tonnen Ketten erfolgen. Schon vor der Auslieferung der Ketten mussten diese über angeschweißte Kratzer verfügen und für den Einsatz in den ägyptischen Anlagen zugelassen sein.

Das ideale Team

Projekte dieser Größenordnung und Komplexität sind ganz und gar nicht alltäglich. Aber mit mehr als 40 Jahren Erfahrung in Bereich der mechanischen Kraftübertragung und einem Kooperationspartner in der Hinterhand, der über eine ebenso lange Erfahrung bei der Herstellung von Qualitätsketten verfügt, konnte Hoyer das ideale Team bereitstellen. Peder Mørch, Key Account Manager bei Hoyer Transmissions und interner Produktexperte für Förderketten, nahm sofort Kontakt mit dem italienischen Kettenhersteller ZMC auf, mit dem Hoyer schon seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet.

„Ketten und deren Herstellung zählen schon immer zu unseren Kernkompetenzen, und es darf zu unseren Produkte nicht den geringsten Zweifel bezüglich ihrer Qualität geben. Die Ketten müssen oftmals extremen Einflüssen standhalten – von glühend heißen Umgebungstemperaturen in Industrieöfen bis hin zu extremen Minusgraden bei der Zementproduktion in Sibirien. Aus diesem Grund arbeiten wir seit mehr als 30 Jahren mit ZMC zusammen“, erklärt Peder Mørch.

Die Verbindung nach Italien

Ebenso wie Hoyer ist auch der Kettenhersteller ZMC ein Familienunternehmen, das Traditionsbewusstsein und den Respekt vor dem guten Handwerk mit modernen Produktionsmethoden und Denkweisen vereint. Die beiden Unternehmen arbeiten eng zusammen, und ZMC wird zumeist so frühzeitig wie nur möglich an Spezialprojekten wie diesem beteiligt. Das zeigte sich unter anderem, als Hoyer den Kunden zu einem Besuch am Produktionsstandort von ZMC in Norditalien einlud.

„Es eröffnen sich Möglichkeiten für einen sehr konkreten Dialog über die Durchführung des Projekts, wenn alle Parteien im Zentrum in der Produktion zusammenkommen. Wir pflegen eine enge und offene Zusammenarbeit mit ZMC, weshalb das Unternehmen ein umfassendes Verständnis für unsere Kunden und deren Anforderungsspezifikationen hat, und das schon vor Projektbeginn“, sagt Peder Mørch.

Kontrolle über sämtliche Details

Mauro Mattiolo, technischer Leiter und Miteigentümer von ZMC, ist von der engen Zusammenarbeit der Hersteller überzeugt:

„Für den Erfolg von Projekten wie diesem ist es unerlässlich, sich von Anfang an selbst um alle Details zu kümmern. Die technischen Spezifikationen, der Herstellungsprozess und der Produktionsablauf wurden in enger Zusammenarbeit mit Hoyer und dem Kunden konzipiert und geplant, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Diese Vorgehensweise resultierte in einer äußerst erfolgreichen Lieferung und führte dazu, dass wir ansonsten starke Konkurrenten auf dem Markt aus dem Feld geschlagen haben“, sagt Mauro Mattiolo, der die langjährige Partnerschaft mit Hoyer zu schätzen weiß:

„Durch die jahrzehntelange enge und offene Zusammenarbeit mit Hoyer hat ZMC stark von einem loyalen Partner profitiert, der uns im Bereich der Förderketten immer wieder neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet hat. ZMC hat sich bei unterschiedlichen Gelegenheiten weiterentwickeln können und erfährt durch neue Projekte und Herausforderungen, die Hoyer dem Unternehmen bietet, einen zusätzlichen Motivationsschub: Das gilt für die kommerziellen Aspekte, aber auch für unsere Technikabteilung und Produktion. Nicht zuletzt geht es bei einer guten Partnerschaft um die Menschen, und im Laufe der Jahre sind sowohl zwischen den Unternehmensleitungen als auch den Mitarbeiter der beiden Unternehmen enge enge Bande entstanden, zu einer engen und freundschaftlichen Partnerschaft geführt haben.“

Fakten zur Lieferung

  • Der Auftrag beinhaltet 37 km metrische Förderketten nach DIN 8167 in folgenden Größen:
    M160 Zugfestigkeit 160.000 N
    M224 Zugfestigkeit 224.000 N
    M315 Zugfestigkeit 315.000 N
  • Alle Ketten werden gemäß den kundenspezifischen Anforderungen mit angeschweißten Kratzern angefertigt
  • Das Gesamtgewicht beträgt 600 Tonnen