Industrielle Kühlsysteme erfordern Sondermotoren

Staub, Feuchtigkeit und große Temperaturschwankungen sind für industrielle Kühltürme Alltagskost. Diese extremen Umweltbedingungen stellen an die Motorlösung hohe Anforderungen sowohl auf Anwendungs- als auch auf Projektebene.

Kühltürme gehören in Anlagen für die Ölindustrie in der Wüste bis zu Kraftwerken in arktischen Regionen zum gewohnten Bild. Die Ventilatoren sind ein wesentlicher Bestandteil von Kühltürmen und müssen unter extremen Bedingungen funktionieren, die entstehen, wenn überschüssige Wärme gekühlt werden soll. Gleiches gilt für die Motoren, die die Ventilatoren antreiben.

Kondenswasser und Feuchtigkeit zählen in den großen Kühltürmen zu den normalsten Risikofaktoren, sind aber meist nicht die einzigen Einflüsse, denen sie ausgesetzt sind. Adam Slupinski, HVAC Segment Manager von Hoyer Motors, führt dazu aus:

„Kühltürme werden meist für Prozesse eingesetzt, bei denen Überschusswärme anfällt. Sie kommen in unterschiedlichsten Umgebungen zum Einsatz und müssen bei Temperaturen von -50 °C bis + 80 °C funktionieren. Wasser, Staub und Salz stellen häufig die größten Herausforderungen dar, denen die Motoren zum Antrieb der Ventilatoren standhalten müssen“, sagt er.

Fokus auf die richtige IP-Schutzart

Bei der Optimierung von Motoren für den Kühlturmbetrieb steht an oberster Stelle sicherzustellen, dass es im „Inneren“ trocken bleibt. Für den Kühlprozess wird Wasser und Verdampfung eingesetzt. Das überschüssige Wasser muss effizient abgeleitet werden, damit es nicht eindringen kann. Hoyer Motors bedient sich je nach Kühlturmtyp und Typ der verwendeten Ventilatoren verschiedener Methoden. Das betrifft unter anderem das Isolationssystem, die Oberflächenbehandlung sowie kundenspezifische Lösungen mit Sonderdichtungen und Entwässerung.

„Ganz wesentlich ist sicherzustellen, dass der Motor der richtigen IP-Schutzart, in der Regel IP55 bis hinauf zu IP66, entspricht, damit er gegen Eindringen von Staub und Wasser geschützt ist. Zusätzlichen Schutz bieten Heizbänder zur Verhinderung von Kondenswasserbildung, speziell entwickelte Dichtringe und Dichtungen sowie Korrosionsschutz der Wicklungen“, führt Adam Slupinski aus.

Neue Montage gewährleistet mehr Stabilität

Je nach Kühturmtyp kann auch die Montage der Motoren eine große Herausforderung darstellen. In vielen Fällen werden Axialventilatoren verwendet, bei denen der Motor vertikal montiert wird. Aber ganz gleich, welcher Montageart man sich bedient, entscheidend ist, dass er stabil befestigt und gegen Vibrationen geschützt ist.

Um den Kunden mehr Möglichkeiten einer optimalen Montage anbieten zu können, hat Hoyer Motors eine neue Produktlösung eingeführt, die unter dem Namen Pad-Mounted Motors bekannt sind.

„Diese Motoren werden statt der üblichen Montage mit Füßen oder Flansch mit Beschlägen montiert. Dadurch ist sowohl für Motor als auch Ventilator mehr Stabilität gewährleistet und der Montageprozess läuft bei unseren Erstausrüster-Kunden in der Regel schneller und einfacher“, weiß Adam Slupinski zu berichten.

Fokus auf Lieferzeit

Trotz der vielen Sondermodifikationen kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass für Kühlturmanwendungen in der Regel modifizierte Standardmotoren verwendet werden können. Das bedeutet mehr Flexibilität und kürzere Lieferzeiten für projektspezifische Lösungen.

„Wir verkaufen jährlich Tausende dieser Motoren. Unsere technische Abteilung hat gemeinsam mit unseren HVAC-Experten viel Erfahrung mit der Vornahme der entsprechenden Modifikationen. Dabei kommt es allerdings auf den engen Dialog mit dem jeweiligen OEM-Kunden an, weil die konkreten Situationen äußerst verschieden sein können. Die einen benötigen genau ausgearbeitete Forecasts für die Serienproduktion, bei anderen kommt es auf kurze Lieferzeiten für Sonderprojekte an. Worum auch immer es geht, wir können in der Regel innerhalb weniger Wochen eine kundenspezifische Lösung anbieten“, verspricht Adam Slupinski.

Hoyer liefert seit vielen Jahren Motoren für Kühltürme und andere HVAC-Anwendungen in die ganze Welt. Dazu finden Sie mehr in folgendem Kunden-Case: In der algerischen Hitze einen kühlen Kopf bewahren

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