Anleitung für nordamerikanische Zertifizierungen

Wenn Ihre Produkte in den USA oder in Kanada vertrieben werden sollen, ist es unerlässlich, Zertifizierungen wie UL, UR, CSA und NEMA Premium vorweisen zu können. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Geltungsbereiche der nordamerikanischen Zertifizierungen im Hinblick auf Elektromotoren, und erfahren Sie, wie diese den europäischen Standards, wie z. B. Ökodesign, entsprechen.

Unabhängig davon, an welchem Ort der Welt Sie Ihre Elektroprodukte vertreiben möchten, müssen jederzeit die vor Ort geltenden Bestimmungen und Normen hinsichtlich Sicherheit und Wirkungsgrad erfüllt werden. Diese werden in der Regel durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle dokumentiert, welche umfassende Tests unter verschiedenen Bedingungen durchführt und anschließend das Ergebnis in Form von Zertifikaten oder Kennzeichen zum jeweiligen Produkt bescheinigt.

„Der globale Markt ist nach verschiedenen Normen aufgeteilt, von denen jede auf die individuellen Bestimmungen hinweist, die in der jeweiligen Region gelten. Die Normen bestimmen die Anforderungen, die ein Produkt erfüllen muss, damit es verwendet werden darf. Beispielsweise darf ein Motor mit einem IE1-Wirkungsgrad in der EU nicht verkauft werden, weil seine Effizienz für diese Region nicht ausreichend ist. Entsprechende Anforderungen an die Energieeffizienz gelten auch auf den nordamerikanischen Märkten in den USA und in Kanada“, erläutert Bjarne Nør, technischer Leiter von Hoyer Motors.

Zwei Zertifizierungen für einen Motor

Zuallererst erfüllen die Elektromotoren von Hoyer die Ökodesign-Richtlinie 640/2009 der EU, womit bestätigt wird, dass die Energieeffizienz die Anforderungen der europäischen Norm EN 60034-30-1 erfüllt. Damit dürfen die Motoren problemlos für Produkte eingesetzt werden, die für den 50-Hz-Markt in Europa und Asien vorgesehen sind. Die Zulassung geht aus den Kennzeichnungen hervor, die auf das Typenschild jedes einzelnen Motors gestempelt werden.

Um die Anforderungen von Kunden zu erfüllen, die auf dem nordamerikanischen Markt verkaufen möchten, hat Hoyer in der Zwischenzeit eine Reihe Motoren mit einem weiteren Typenschild versehen. Dieses gibt an, wie die Motoren die Anforderungen für den 60-Hz-Markt erfüllen. Hierbei geht es um die amerikanische Energierichtlinie DOE10CFR431 und die zugehörige Norm NEMA MG1 2011 sowie um CSA C390, die Norm und Energierichtlinie für Kanada.

UL bestätigt Sicherheit

Um zu gewährleisten, dass die Elektromotoren die US-amerikanischen und kanadischen Normen erfüllen, nutzt Hoyer die anerkannte Zertifizierungsstelle Underwriters Laboratories (UL), die ebenfalls verschiedene Normen erarbeitet hat.

„UL übernimmt die Zertifizierungen im Namen von Hoyer gegenüber den zuständigen Behörden, beispielsweise dem US Department of Energy. Gleichzeitig hat UL eine Sicherheitszulassung des Isolationssystems durchgeführt, sodass beide Typenschilder jetzt mit dem Kennzeichen „cURus“ versehen sind. Dieses Kennzeichen besagt, dass es sich um eine Anerkennung (eine sogenannte „Recognition“) einer Teilkomponente handelt, und gilt für die USA, Kanada und die EU“, erläutert Bjarne Nør.

Fakten: Kennen Sie Ihre Zertifizierungen

Hier finden Sie einen Leitfaden zu einigen der gängigsten Zertifizierungen für Elektromotoren für den nordamerikanischen Markt.

  • UL – besagt, dass das Endprodukt von Underwriters Laboratories geprüft wurde und damit die Anforderungen der relevanten Normen erfüllt (UL Listed).
  • UR – besagt, dass eine Teilkomponente (z. B. ein Isolationssystem oder Leitungen) von Underwriters Laboratories geprüft wurde und damit die Anforderungen der relevanten Normen erfüllt (UR Recognized).
  • CSA – besagt, dass ein Produkt von der Canadian Standards Association getestet wurde.
  • NEMA Premium – bestätigt, dass ein Motor die Normen zur Energieeffizienz gemäß den Angaben der US-amerikanischen National Electrical Manufacturers Associaton erfüllt. Diese Anforderungen entsprechen der europäischen Norm IE3.

Den Kennzeichnungen wird in der Regel „c“ und „us“ vorangestellt, was bedeutet, dass die Zertifizierung in Kanada bzw. den USA gilt. Wenn ein Motor mit „cURus“ gekennzeichnet ist, kann dieser beispielsweise in beiden Ländern eingesetzt werden.

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