Alle Motoren an Deck: Nur robuste Deckmaschinen können die salzige Meeresumgebung ertragen

Vom Ladekran bis zur Ankerwinde spielen Deckmaschinen auf Schiffen aller Art und Größen eine zentrale Rolle. Und die Teile dieser wichtigen Schiffsausrüstung müssen so robust sein wie die Seeleute, die sie bedienen, um den salzhaltigen Sprühnebel von Meerwasser zu ertragen.

Wenn Sie das Deck eines Seeschiffes betreten, müssen Sie wahrscheinlich nicht lange suchen, um eine Deckmaschine mit einem Elektromotor zu entdecken. An Bord von Fischereibooten, Kreuzfahrtschiffen, Tankschiffen und riesigen TEU-Containerschiffen erfüllen Deckmaschinen viele Aufgaben, sowohl im Hafen als auch auf hoher See.

Frachtkräne und Pumpen laden und entladen alles Erdenkliche, von Sojabohnen bis hin zu Flüssiggas (LNG). Auf dem Weg zu Arbeitsfahrzeugen ermöglichen Offshore-Krane und Gangway-Zugangssysteme die Unterstützung und Wartung von Offshore-Installationen wie Windparks und Ölbohrinseln. Zuverlässige Winden halten Festmacherleinen straff, heben Anker aus der Tiefe und holen Fischernetze und Schleppnetze mit dem Tagesfang ein. Die Anforderungen an Deckmaschinen variieren stark, und die Lösungen sind oft kundenspezifisch. Es ist wichtig, vor der Auswahl des Elektromotors die genaue Situation und Anwendung zu kennen.

Meerwasser frisst sich in einen Motor

Die Meeresumgebung erfordert eine robuste und langlebige Ausrüstung, weshalb Schiffseigner auf hochwertige Deckmaschinen angewiesen sind. Dies bedeutet vor allem, dass die mechanischen Teile gut vor unvermeidbaren Meerwasserspritzern geschützt sein müssen. Die eigentliche Bedrohung ist nicht das Wasser selbst, sondern das Salz, wie Maarten de Beun, Hoyers Verkaufsleiter für Deckmaschinen, erklärt.

– Der Druck der Meeresbedingungen und insbesondere des Meerwassers ist verheerend für die Ausrüstung, da das Salz alles zerfrisst. Während man einen von Süßwasser nassen Motor trocknen und wieder in Gang bringen kann, ist ein von Salzwasser durchtränkter Motor nicht mehr zu retten. Deshalb sollte man sich bei See-Anwendungen niemals auf einen Standard-Industriemotor verlassen, sondern auf einen speziell für den See-Einsatz vorbereiteten setzen.

Bereiten Sie Ihre Deckmaschinen auf die richtige Umgebung vor

Um die Gefahr von Schäden durch Salzeinwirkung abzuwenden, sollte ein Schiffsmotor immer eine hohe Schutzart von IP56 oder besser haben. Je nach Einbaubereich sind oft spezielle Lacksysteme erforderlich wie z. B. C5 nach ISO 12944 oder Norsok M-501. Neben diesen allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen sollte man auch die genaue Betriebs- und Einsatzumgebung bei der Konstruktion von Deckmaschinen berücksichtigen.

– Die Anforderungen an Schiffsausrüstung können je nach Schiff und Verwendungszweck stark variieren. Da beispielsweise Fahrten in den Polarregionen zunehmen, steigt die Nachfrage nach Motoren, die bei Temperaturen von bis zu minus 40-50 Grad Celsius betrieben werden können, insbesondere bei Shuttle-Tankern, die in der Arktis unterwegs sind. Kürzlich haben wir auch ein neues komplettes Sortiment explosionsgeschützter ATEX-Motoren für den Seemarkt entwickelt. In Deckmaschinen sind diese Motoren besonders wichtig für Frachtpumpen und Kompressoren an Bord von Tankern und Gastankschiffen, die brennbare Ladung transportieren”, so Maarten de Beun.

Weitere Produkte, die für Deckmaschinen relevant sind, sind ein Klemmenkasten für den Einsatz auf offenem Deck, der speziell entwickelt wurde, um das Eindringen von Wasser durch die Abdeckung oder Kabelanschlussverschraubungen zu verhindern. Er verfügt außerdem über eine spezielle Abdeckung für den Encoder zum Schutz der Elektronik sowie verstärkte Schrauben und Ringdichtungen.

Hoyer-Produkte für Deckmaschinen

Hoyer bietet eine große Auswahl an Marine-Motoren, die an jede spezifische Meeresumgebung oder Anwendung angepasst werden können, einschließlich der Installation auf offenem Deck.

  • Standard-Marine-Motoren – Wirkungsgrad IE1, IE2, IE3, IE4
  • Marine-Bremsmotoren
  • Explosionsgeschützte Marine-Motoren – ATEX- und IECEx-zertifiziert

 Typische Anwendungen für Deckmaschinen

  • Winden
  • Krane
  • Ladungpumpen
  • Lukendeckel
  • Rettungsausrüstung
  • Gangways

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