Abnehmendes Wachstum in Korea kommt Kunden zu Gute

Mehrere Faktoren sind für den Abschwung in der koreanischen Marine- und Offshore-Branche verantwortlich. Anstatt diesen jedoch als eine Hürde zu sehen, betrachtet Hoyer ihn als Herausforderung um seine Position in Korea zu stärken. Daraus eröffnen sich wettbewerbsfähige Alternativen.

Die Wachstumskurve auf den internationalen Märkten zeigt einen langsamen Aufwärtstrend an, konstatiert die Weltwirtschaftsorganisation WTO, die für 2015 ein Wachstum von 3,3 Prozent vorausgesagt hat. Im Vergleich zu 2014 sind das jedoch nur 0,5 Prozentpunkte mehr. Gleichzeitig ist der Preis für ein Barrel Öl laut der amerikanischen Börse NASDAQ innerhalb eines Jahres von über 90 US-Dollar auf unter 50 US-Dollar gefallen.

Das geringe Wachstum und der niedrige Ölpreis sorgen für einen Abschwung, was sich auf die Anzahl der Baumaßnahmen in der Marine- und Offshore-Branche auswirkt. Da die schwarze Flüssigkeit derzeit so billig ist, bestehen auf der Seite der Unternehmen nur geringe Anreize für Investitionen in den Neubau von Schiffen und Offshore-Ausrüstung, was natürlich auch die Zulieferer der Branche trifft. Dies hat einen verschärften Wettbewerb um die wenigen verfügbaren Aufträge zur Folge. Auch im südkoreanischen Busan, wo Hoyer eine lokale Verkaufsniederlassung hat, hat man den Abschwung zu spüren bekommen.

„Es gehen ganz einfach keine oder nur wenige Aufträge von Seiten der Marine- und Offshore-Branche ein. In den vergangenen Jahren hat Südkorea verstärkt in die Etablierung im Offshore-Sektor investiert, weshalb die koreanischen Werften jetzt den starken Rückgang im Sektor spüren“, erklärt Thomas Klausen, CEO von Hoyer Motors Asia.

Hoyer erschließt neuen Markt

Der Abschwung bringt Hoyer Motors jedoch nicht vom Kurs ab. Im Gegenteil: die Herausforderungen sorgen sogar für eine verstärkte Präsenz in Südkorea. Neben der Einstellung neuer Mitarbeiter und dem Umzug in größere Räumlichkeiten in Südkoreas maritimen Knotenpunkt Busan gilt es, Kooperationsbeziehungen im Land zu stärken und neu zu gewinnen.

„Potenzielle Kunden, die vielleicht früher weder das Interesse noch die Zeit hatten, die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit Hoyer in Betracht zu ziehen, sehen sich jetzt eventuell nach neuen Partnern um, die ihnen in ihrem Produktbereich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können. Aus diesem Grund müssen wir fähig sein, unsere Bestandskunden zu halten, gleichzeitig aber ebenfalls in der Lage sein, unsere Arbeit noch stärker auf neue potenzielle Kunden auszurichten“, sagt Thomas Klausen.

Hoyer arbeitet daher mit einem lokalen Kooperationspartner zusammen und hat damit begonnen, seinen Schwerpunkt auf die langestützen Industrien in Südkorea zu verlagern.

„Das ist ein ganz neues Gebiet, mit dem wir uns zuvor in Korea nicht eingehender befasst haben. Um in diesem Segment Fuß fassen zu können, war es erforderlich, unsere Motoren neuen Tests in Korea zu unterziehen, um die entsprechenden Zulassungen zu erhalten. Jetzt, nachdem diese abgeschlossen sind, können wir auch die Industriesegmente an Land mit Hoyer Elektromotoren versorgen“, sagt Thomas Klausen und fügt hinzu, dass der Verkauf von Industriemotoren ausschließlich über die Vertriebsorganisation des Kooperationspartners erfolgen wird.

Schnelle und korrekte Antworten sind das A und O

Für die Kunden auf dem koreanischen Marinemarkt könnte die Rezession vielleicht gerade der „Boxenstopp“ sein, der sie dazu veranlasst, sich nach neuen Kooperationspartnern umzusehen, meint Thomas Klausen.

„Sie haben jetzt die Möglichkeit, ihre Kooperationspartner einer Beurteilung zu unterziehen. Haben Sie den richtigen Zulieferer für die wichtigsten Komponenten? Gibt es Alternativen, die ihnen im härter werdenden Wettbewerb eine bessere Position verschaffen können? Wir bei Hoyer sind fest davon überzeugt, dass wir neuen potenziellen Kunden eine ganz besonders konkurrenzkräftige Alternative zu ihrem bisherigen Zulieferer bieten können. Aufgrund unserer Branchenerfahrung können wir unseren Kunden in der Marine- und Offshore-Branche optimalen Kundenservice bieten. Es ist äußerst wichtig, schnelle und natürlich korrekte Antworten zu liefern. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Kunden bezüglich der Lieferzeiten, der Dokumentation oder der Preise an uns wenden. Unser Vertrieb ist immer bereit zu helfen“, erklärt Thomas Klausen.

Fakten 2015 zu Hoyer Asia

  • Im vergangenen Jahr hat Hoyer ein eigenes Testzentrum in Asien eröffnet, um den Test- und Klassifizierungsprozess für die Kunden in der Marinebranche flexibler gestalten zu können.
  • Hoyer war ein weiteres Mal als Aussteller auf der Fachmesse Kormarine vertreten, die vom 20. bis 23. Oktober im südkoreanischen Busan stattfand.
  • Auf der Kormarine stellte Hoyer Motors seinen koreanischen Kunden und Kooperationspartnern zum ersten Mal den neuen Hoyer-Marine-Bremsmotor vor.
  • Die nächste Messe, auf der Hoyer Asia vertreten sein wird, ist die vom 1. bis 4. Dezember in Schanghai stattfindende Marintec, Asiens größte und wichtigste maritime Veranstaltung. Diese Messe findet alle zwei Jahre statt.

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