700 kW rohe Muskelkraft

Hoyer hat im Spätsommer die größten Niederspannungsmotoren in der Geschichte des Unternehmens produziert. Logistische Anpassung, administrative Geduld und erweiterte Kompetenzen bilden die Dreieinigkeit hinter dem großen Projekt.

Mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen pro Stück hat Hoyer sich als Lieferant großer Niederspannungsmotoren auf dem internationalen Markt einen Namen gemacht. Denn Anfang September konnte das Unternehmen drei der großen Motoren an einen Kunden in Norwegen ausliefern.

Spezielle Container und Hebevorrichtungen

Konkret sprechen wir hier von Pumpenmotoren mit einer Leistung von 700 kW pro Stück. Der Motorentyp ist in Baugröße 450 ausgeführt; das bedeutet in diesem Fall eine Höhe von 140 cm und eine Länge von 220 cm.

„Dies sind die größten Motoren, die wir in der Geschichte von Hoyer ausgeliefert haben. Dadurch ergaben sich im Prozessverlauf einige logistische Herausforderungen. Beispielsweise hatten wir keine Hebevorrichtungen, mit denen wir diese ungewöhnlichen Dimensionen bewältigen konnten, und die Motoren mussten in Spezialcontainern an den Kunden gesendet werden“, erläutert Loke Svendsen, Country Manager bei Hoyer.

Außergewöhnliche Dimensionen – außergewöhnlich hoher Dokumentationsaufwand

Darüber hinaus ist mit der Produktion derart großer Motoren auch ein ziemlicher Verwaltungsaufwand verbunden. Wenn ein neues Projekt vom Stapel läuft, liegt es in der Natur der Sache, das  neue Dokumentationen und Tests erforderlich sind. Das Projekt mit den bislang größten Niederspannungsmotoren von Hoyer Motors ist jedoch noch ein wenig komplizierter, da die Pumpen für einen russischen Endnutzer bestimmt sind. Aus diesem Grund müssen die Motoren u. a. gemäß RMRS – der russischen Klassifizierungsgesellschaft – klassifiziert werden.

„Das bedeutete, dass wir für jeden einzelnen Motor ein Typgenehmigungsverfahren durchlaufen mussten. Und im Fall von derart großen Motoren bedeutet das zusätzlichen Papieraufwand, der bewältigt werden muss, nur um die Motoren testen zu können“, so Loke Svendsen.

Ein globaler Türöffner

Aber die Lieferung der großen Motoren hat nicht nur den Erfahrungshorizont von Hoyer Motors im Bereich Produktion und Dokumentation erweitert.

„Vorher hatten wir nicht die Möglichkeit, unseren Kunden Motoren dieser Größen anzubieten, da uns die Kompetenzen fehlten, um diese zu produzieren. Aber in den letzten fünf Jahren haben wir in diesem Bereich viele Erfahrungen gesammelt. Da wir die drei großen Motoren in Zukunft als Referenzprojekt nutzen wollen, können wir in Bezug auf unsere Kunden uns hierbei als fachlich versierter Partner mit dem nötigen Know-how aufstellen.

Ein Projekt wie dieses ist zweifellos auch ein Türöffner auf globaler Ebene“, stellt Loke Svendsen fest.

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